Nachhaltigkeit | Keine Kommentare

CO2 Ausstoß der Erdbeere: Die Reise des Früchtchens.

An einem sonnigen und warmen Tag im Januar erblickt ein kleines rotes Früchtchen im spanischen Huelva das Licht der Welt: Hurra, es ist eine Erdbeere! Auf 6.400 Hektar bauen hier 2.000 Landwirte jedes Jahr 245.000 Tonnen der beliebten Früchte für den europäischen Markt an.

Unser Früchtchen wird nun von seiner Staude gepflückt, geputzt und nachdem es bei der Sortierung auserwählt wurde, freut es sich auf die bevorstehende Reise ins ferne Berlin. Doch in einem engen Behälter auf einen LKW verfrachtet, ist unser Früchtchen nach 2.800 zurückgelegten Kilometern durch halb Europa schon ganz schön erschöpft vom großen Abenteuer. Tatsächlich kommen mehr als 75% der aus Europa nach Deutschland importierten Erdbeeren per LKW aus Spanien und weitere 15% aus Italien. Auf dieser langen Reise werden allein durch den LKW neben Stickoxiden und Rußpartikeln auch Kohlendioxid (CO 2 ) ausgestoßen. Der CO2 Ausstoß der Reise läppert sich allmählich zusammen.

Der CO2 Ausstoß einer langen Reise.

Ein wenig erschöpft in Berlin angekommen findet sich unser Früchtchen auf dem Obst- und Gemüsegroßmarkt wieder, wo es endlich aus dem Transportbehälter befreit wird. Doch bevor es nach Luft schnappen kann, wird es schon wieder in die nächste Plastikbox gesteckt. Unser Früchtchen ist müde. So anstrengend hat es sich seine Reise nicht vorgestellt. Der Berliner Großmarkt umfasst eine Gesamtfläche von 330.000m 2. Pro Tag kommen hier 580.000 Waren an und werden auf die Endverbrauchermärkte verteilt. So auch unser kleines Früchtchen. Da es nach den vielen Strapazen mittlerweile schon leicht lädiert und schlapp daherkommt, interessieren sich die Zwischenhändler anfangs nicht dafür. Einige Zeit liegt es da nun, das wilde Treiben auf dem Markt beobachtend, bis es wieder in einen Lieferwagen verfrachtet wird. Mit dem geht es dann bis ans andere Ende der Stadt zum Supermarkt.

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Mehr Yello | Keine Kommentare

Außergewöhnliche Innenarchitektur – die Kreativität als Mitbewohner.

Während in meinem Bekanntenkreis darüber gestritten wird, wer das tollste Haus und die schönste Wohnung hat (alles ganz subtil natürlich), unterscheiden sich die Ergebnisse oft nicht deutlich voneinander. Ein paar Quadratmeter hier, eine Photovoltaikanlage da. Langweilig. Hier folgen ein paar Beispiele für wirklich außergewöhnliche Innenarchitektur.

Außergewöhnliche Innenarchitektur in der Schublade.

Im hessischen Gelnhausen hat Architekt Götz Stöckmann inmitten von traditionellen Fachwerkhäusern sein so genanntes „Schubladenhaus“ errichtet. Mit nur 65 m² Wohnfläche gleicht das Gebäude aber mehr einem Kunstwerk als einem normalen Haus. Nicht nur wegen der Literaturzitate, die auf die Fassade geschrieben stehen, sondern vor allem, weil sich das Schlafzimmer wie eine Schublade, von Elektromotoren betrieben, herausfahren lässt. Das Innere des kleinen Hauses ist dank 52 Fenstern tageslichtdurchflutet. Weiterer Hingucker ist der 40 Tonnen schwere Monolith im Eingangsbereich, den Götz Stöckmann eigens aus einem Steinbruch hat anliefern lassen und auf dem der Esstisch Platz findet. Die Kosten für das Bauwerk, das er in Zusammenarbeit mit sechs Künstlern konzipiert hat, behält der Architekt für sich.

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Energiesparen | Keine Kommentare

Was gibt’s für Neuigkeiten beim Energiesparen?

Bildquelle: Blue Freedom.

Energiesparen ist etwas für Spießer und langweilig? Ne, das stimmt nicht. Der Markt bietet zahlreiche Gadgets, um Effizienz und Stromverbrauch aufregend miteinander zu verbinden. Auf welche Art und mit welchen Entwicklungen auch das Thema Energie zukünftig spannend gestaltet werden kann, zeigen diese aus dem menschlichen Geiste entsprungenen Innovationen.
Ob Kickstarter, StartUps oder andere außergewöhnliche und kreative Konzepte aus der Energiebranche, das Zukunftsfeld Strom bleibt unter Spannung.

5 Neuigkeiten beim Energiesparen.

1. Der Power Donut.

Bildquelle: kickstarter.com

Was nach einen leckerem, zuckrigen Gebäck klingt, das dem Nascher Superkräfte verleihen könnte, ist in Wahrheit ein innovatives Strom-Gadget. Dieses Gadget ist in erster Linie nicht konstruiert worden, um Energie zu sparen, sondern um Energie zu teilen: der Power Donut.

Und, mit guten Freunden teilt man doch gerne seinen Strom. Mit dem Power Donut können mehrere Smartphones gleichzeitig geladen werden. Wer also seine Zeit mit Freunden, aber gleichzeitig auch mit Akku aufladen verbringen möchte, ist mit dem Donut gut versorgt. Das Projekt überzeugte viele potenzielle Investoren, sodass es bereits vor der Endzeit auf Kickstarter vollfinanziert wurde.

2. Das Kleinwasserkraftwerk Blue Freedom.

Bildquelle: Blue Freedom.

Das Blue Freedom Nature ist das kleinste und leichteste Wasserkraftwerk für den mobilen Gebrauch und die dezentrale Energieversorgung. Es ist auch für flache Gewässer geeignet und liefert dabei bis zu 20 kW. Dadurch kann der Energiesparer sein eigenes kleines Kraftwerk betreiben. Ursprünglich war es für begeisterte Outdoor-Menschen konzipiert worden, die unterwegs in der Wildnis nicht auf Strom verzichten wollen. Doch auch Entwicklungs- und Schwellenländer und Katastrophengebiete sind an diesem innovativen Stromversorger interessiert. Das Unternehmen nimmt Umwelt-Organisationen die Angst: Fische und die Natur werden dadurch nicht gefährdet. Das Blue Freedom Nature besitzt einen USB-Anschluss und passt in den Rucksack. Somit sind Smartphone, kleine Kühlschränke oder alles einen Akku besitzt bestens versorgt. Der ganze energiegeladene Spaß soll 319 Dollar kosten und wiegt nur 600 Gramm.

3. Der Tageslicht-Recycler. 

Sonnenlicht ist schön, aber bedauerlicherweise nicht zu jeder Stunde des Tages verfügbar. Der Tageslicht-Recycler kann wenigstens ein Stückchen dieses wunderbaren Lichts für die Nacht bewahren. Wer Angst im Dunkeln hat oder in der lichtleeren Zeit nicht einschlafen kann, sollte sich dieses Gadget mal anschauen. Aufgeladen mit Tageslicht leuchtet der Recycler bis zu vier Tage lang.

Der Tageslicht-Recycler wurde auf Startnext erfolgreich durch begeisterte Unterstützer finanziert. Einer dieser Lichtbewahrer kostet 19,90 Euro – die sicherlich auch gut investiert sind, denn damit stößt der Nachtwandler sich auf dem nächtlichen Gang zur Toilette auch nicht mehr den dicken Zeh an der Bettkante. Der Tageslicht-Recycler kann mit einer “Aufladung” bis zu 99 Stunden leuchten und wartet mit einer Lebensdauer von 50 Jahren auf.

4. Das Gramofon für’s Smartphone.

Bildquelle: Techfieber.

Musik ist gut für Leib und Seele. Damit der Musikliebhaber auch energieeffizient Musik hören kann, gibt es diesen Lautsprecher, der keine Stromquelle benötigt. Mit ein wenig Nostalgie am modernen Telekommunikationsmittel kommt das richtige rhythmische Flair auf. Das Gramofon aus Walnuss- oder Eichenholz ist von der Firma Restoration Hardware und ist ab $99.49 zu erwerben. Die Akustik des iPhones wird bis auf das drei oder vierfache verstärkt. Auf wen geht das alles zurück? Auf Thomas Edison! Die Physik macht’s möglich. So soll der Trichter den Ton in guter Soundqualität verstärken.

5. Der Kühlschrank ohne Strom.

Der Kühlschrank ist zuweilen der beste Freund des Menschen. Er ist immer in Stunden der Einsamkeit für einen da, spendet Licht , Essen und kalten Trost. Doch er braucht auch etwas von uns – eine Gegenleistung namens Strom. Aber nicht in jedem Fall - es gibt auch eine technische Kühlmethode ohne Strom. An der Technik des kühlenden Mitbewohners wurde ein wenig herum geforscht und mit Hilfe des Verdunstungskälteeffekts und des Absorptionskälteeffekts kann der Kühlschrank auch energiesparend und als guter Freund für die Stromrechnung seinen Platz in der Küche einnehmen.

Diese Innovationen sind allerdings nicht das Ende des Ladekabels. Die Zukunft wird sicherlich viel Neues beim Energiesparen bringen. Die Welt ist schnelllebig und fragt nach neuen Ideen, welche umweltschonend und zukunftsweisend sind.

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Smarte Welt | 2 Kommentare

Spannungsfeld Smart Home: Komfort und Datensicherheit.

Sechs Wochen lang stand hier im Bloghaus und auf unseren anderen Social Media-Kanälen das Thema intelligentes Wohnen im Fokus.

Unter dem Hashtag #AllesSmartBeiDir? haben wir uns dem Komplex mit Experteninterviews, Artikeln und Erfahrungsberichten genähert. Als Einstieg in die Thematik diente ein Straßeninterview, das wir mit zufällig ausgewählten Passanten in Köln geführt haben. Dabei ging es unter anderem um Fragen wie: Was ist überhaupt ein Smart Home? Welche Bedenken und Gefühle löst der Begriff aus? Welche Erwartungen sind mit dem Internet der Dinge verbunden? Das Spannungsfeld Smart Home geht so manchen im Kopf herum.

Sebastian Scholz, Smart Home-Experte, hat in seinem Gastbeitrag “Smart Home: Ein komfortabler Einstieg” detailliert und anschaulich verschiedene Anwendungsfälle des intelligenten Wohnens wie Heizen, Licht, Sicherheit und Hausautomation genannt. Außerdem erklärt er den Unterschied von funkbasierten und drahtgebundenen Systemen.

Smart Home: Eine Herausforderung!

Kenntnisreich, vor allem aber humorvoll berichtet Sebastian Scholz von seinen Erfahrungen. Er weiß: Ein Smart Home birgt so manche Herausforderung – zwischen gutem Raumklima und Familienkonflikt liegt manchmal nur ein Knopfdruck. Es ist nicht immer ganz einfach, wenn sich smarte Anwendungen für Gäste als Geheimwissen einer digitalen Elite entpuppen ;-) Bei der intelligenten Beleuchtung geht eben nicht allen ein Licht auf!

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