25. Januar 2013 | Energiesparen | 2 Kommentare

Raus mit den Stromfressern: Checkliste zum Stromsparen.

Stromsparen. Es ist vermutlich DAS Thema des Jahres 2013. Nicht zuletzt als logische Folge des Themas 2012: der Energiewende. Doch das ist leichter gesagt als getan. Zwar bezeichnet sich ein Großteil der Deutschen laut einer Umfrage als umweltbewusst – 35 Prozent halten den Umweltschutz für wichtig, weitere 36 für ein vordringliches Thema (“Umweltbewusstseinsstudie 2012″). Doch führt das nicht zwangsläufig auch zu einem umweltfreundlicheren Verhalten. Insbesondere beim Strom- und Energiesparen hat das Engagement der Deutschen kräftig nachgelassen: Nur noch 74 Prozent der Befragten sagten, sie schalten nicht benötigte Haushaltsgeräte ab, 2010 waren es aber noch 83 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der Käufer von energieeffizienten Geräten von 65 auf 52 Prozent. Das Niveau von 2008!

Dabei kann Stromsparen richtig Spaß machen – insbesondere, wenn man das Ergebnis später im Geldbeutel spürt.

Jetzt Stromfresser aufspüren!

Erst vor kurzem schrieb uns ein Leser:

Ich verstehe das nicht: Seit Jahren steigen meine Stromkosten, obwohl ich eigentlich kaum etwas verändert habe.

Gewiss, Sie denken jetzt als erstes an günstigen Strom beziehungsweise die gestiegenen Strompreise. Stimmt. Die Energiewende, mehr aber noch die staatlich verordneten Umlagen haben den Strom nicht gerade billiger gemacht. Aber das muss nichts Schlechtes sein: Der Strommix insgesamt wird dadurch besser. Der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien steigt und zahlreiche Haushalte produzieren einen Teil ihrer Energie inzwischen selbst. Neue, intelligente Haustechnik trägt künftig zudem vermehrt dazu bei, den Stromverbrauch und damit auch die privaten Stromanbieter-Kosten zu senken.

Strompreise sind aber nur ein Teil. Es gibt mindestens noch drei weitere große Stromfresser, die wir oft gar nicht so bewusst wahrnehmen:

Alte Geräte.Oft steigen die Stromkosten auch, weil viele seit Jahren dieselben Elektrogeräte benutzen – die jedoch schon alt und vor allem nicht mehr energieeffizient sind. Undichte Kühlschränke, riesige Plasmafernseher, Uraltstaubsauger, heizen mit Strom (6,1 Prozent der deutschen Haushalte machen das) – all das sind heimliche Stromfresser im Haushalt. Einen undichten Kühlschrank können Sie beispielsweise abends im Dunklen ganz leicht kontrollieren: Taschenlampe an, reinlegen, Tür zu. Dringt Licht nach außen ist er undicht.

Neue Geräte. Aber natürlich auch die deutliche Zunahme der Elektrogeräte in den Haushalten insgesamt: PCs, Laptops, Tablet-PC, Smartphone, WLAN-Router, Drucker, elektrische Zahnbürsten, elektrischer Rasierer, Lockenstab oder Glätteisen – all die vielen kleinen Geräte und Haushaltshelferlein, die wir uns mit der Zeit zulegen, brauchen Strom. Einzeln betrachtet mag das wenig sein, aber in Summe kommt da ganz schön was zusammen.

Schlechte Gewohnheiten. Meist laufen sie unbewusst ab und haben sich über die Jahre in unsere Alltagsabläufe eingeschlichen: etwa das Licht in Räumen brennen lassen, in denen wir schon gar nicht mehr sind. Oder die Spülmaschine anschalten, obwohl diese noch gar nicht ganz voll ist – nur weil wir einen frischen Teller brauchen. Einzelfälle? Ja, aber die läppern sich.

Stromberater raten in all den genannten Punkten eine Woche lang ein Strom-Tagebuch zu führen, um so die versteckten Stromfresser und kostentreibenden Routinen aufzuspüren. Eine Art protokollierte Verbrauchskontrolle – die Sie natürlich ebenso später dazu nutzen können, um Ihr Stromsparen zu dokumentieren.

Wie wäre es mit einer Kilowatt-Diät?

Gerade der Jahresanfang eignet sich für einen vorgezogenen Frühjahrsputz durch die Wohnung und mit unnötigen Stromschluckern aufzuräumen oder sie gar zu entsorgen. In einigen Punkten kommt man dabei um Neuanschaffungen nicht herum:

  • LED-Lampen statt Glühbirnen.
  • LED-TV statt Plasmabildschirm.
  • Neuer Kühlschrank mit Energieeffizienzklasse A+++.

Hier herrscht enormes Stromsparpotenzial, das sich über Jahre auszahlt. Deshalb lohnt es sich beim Kauf neuer Elektrogeräte mehr auf deren Energieverbrauch statt auf den Anschaffungspreis zu achten. Viele Geräte locken mit Schnäppchenpreisen, belasten aber durch hohe Stromkosten dauerhaft die Haushaltskasse.

Allein gegenüber einer herkömm­lichen Glühlampen spart eine vergleichbare LED mehr als 80 Prozent Strom ein. Ein Vier-Personen­haus­halt, der seine Beleuchtung komplett auf LED umstellt, könne so seine Stromkosten pro Jahr um rund 90 Euro senken.

Aber auch im Kleinen lässt sich schon mit wenigen Handgriffen eine Menge Stromsparen. Beim Smartphone etwa. Hätten Sie gedacht, dass bis zu 75 Prozent des Stromverbrauchs einer App die dort eingeblendete Werbung verursacht? Und die Programme laufen auch dann noch weiter und saugen Akkuleistung, wenn die App gar nicht genutzt wird. Durch das Deaktivieren solcher Apps sparen Sie nicht nur Strom, sondern verlängern auch noch die Akku-Laufzeit Ihres Smartphones.

Oder aber Sie kochen statt mit dem Herd einfach mal etwas Leckeres in der Mikrowelle. Das geht meist schneller und spart ebenfalls viel Strom.

Checkliste zum Stromsparen.

Apropos schnell: Im Folgenden haben wir Ihnen einen kleine Checkliste zusammengestellt, mit der Sie einmal durch Ihre Wohnung wandern können, um vielleicht unbewusste Gewohnheiten aufzuspüren oder eben ganz bewusst mehr Strom zu sparen…

Übrigens: Jeden einzelnen dieser Stromspartipps können Sie auch Ihren Freunden twittern (falls Sie einen Twitter-Account haben). Ein kleiner Klick genügt. Probieren Sie es aus!

Küche:

[✔] Backofen nicht vorheizen! 10 Min. vorher ausschalten, Resthitze nutzen. => Twitter mich!
[✔] Brötchen lieber auf dem Toaster aufbacken statt im Backofen. => Twitter mich!
[✔] Wasser im Wasserkocher erhitzen. Spart 40% gegenüber Elektroherd. => Twitter mich!
[✔] 2 Grad mehr im Kühlschrank bringen bis zu 15% Stromersparnis. => Twitter mich!
[✔] Kochen nur mit Topfdeckel. Und früher runterschalten, Restwärme nutzen. => Twitter mich!
[✔] Topf passend zu Herdplatte wählen. Spart bis zu 20% Energie. => Twitter mich!
[✔] Mit Spülmaschine spülen statt von Hand. Effizienter, aber nur voll! => Twitter mich!

Waschkeller:

[✔] Wäsche länger schleudern. Spart Strom beim Wäschetrockner. => Twitter mich!
[✔] Auf stromintensive Zusatzprogramme wie Vorwäsche verzichten. => Twitter mich!
[✔] Mit 40 statt mit 60 Grad waschen. Spart bis zu 50% Energie. => Twitter mich!

Flur:

[✔] Bewegungsmelder für Flur- oder Badlicht sparen richtig viel Strom. => Twitter mich!
[✔] Nicht jeden Raum gleich heizen – im Flur oder Schlafzimmer reichen 16 Grad. => Twitter mich!

Arbeitszimmer:

[✔] WLAN-Router über Nacht ausschalten – per Zeitschaltuhr. => Twitter mich!
[✔] Mini-Solarpanels für Fensterscheiben helfen, Smartphones & co. aufzuladen. => Twitter mich!
[✔] Akku-Geräte nicht ständig aufladen, nur wenn sie leer sind. => Twitter mich!

PS: Hier finden Sie noch weitere 10 Artikel, die helfen, privat und im Job Strom zu sparen.

Über den Autor.

Jochen Mai war von Dezember 2011 bis November 2013 Social Media Manager bei Yello Strom. Als leidenschaftlicher Blogger hat er natürlich auch hier im Bloghaus mitgeschrieben.

  1. Ronald Jordan sagt:

    Sehr geehrte Damen & Herren, ich bin oder halte mich für stets umweltbewusst. Ich habe kein Auto, trenne meinen Müll und versuche soweit wie möglich Strom und Wasser zu sparen. Aber nachdem ich meine Wohnung auf LED-Lampen mit SMD-LEDs umgestellt hatte, bekam ich gesundheitliche Probleme mit den Augen, allerdings eher bei den Lampen, bei denen die LEDs frei liegen, also ohne Milchglas. Ich bekomme da nach etwa 30 Minuten Augenschmerzen und das wird erst wieder besser, wenn ich die LED-Lampen ausschalte! Ich habe deshalb nach einem viertel Jahr fast alle LED-Lampen wieder durch ESL ersetzt, weil mir auch deren Licht deutlich besser gefällt. Die meisten LED-Lampen haben ein extrem weißes, kaltes Licht, obwohl auf der Verpackung warmweiß steht. Außerdem ist mir mit der Digital-Kamera ein lilafarbener pulsierender Strahl aufgefallen, der bei allen LED-Lampen zu sehen ist! Möglicherweise ist das auch ein Grund für die Probleme, könnte aber auch an der Lichtfarbe liegen, das weiß ich nicht. Ich habe nur die SMD-Strahler in meinem Decken-Ufo drin gelassen, weil 3x 1,5W einfach besser sind als 3x 20W. Ich kann diese Lampe aber nur max. 30 Minuten benutzen, weil mir dann die Augen anfangen zu brennen und die Augenmuskeln schmerzen! Also ich kann von den LED-Lampen aus gesundheitlicher Sicht nur abraten und wie ich im Internet las, bin ich nicht der Einzige der damit Probleme hat. Das wollte ich Ihnen nur mal mitteilen. MfG, Ronald Jordan

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Reaktionen

  1. [...] heißt das in der Fachsprache. Und was den Diätierenden der Jojo-Effekt ist, lautet bei den Energiesparern etwas kryptischer: [...]